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Topische Dermatika

Die Grundsätze der Lokaltherapie

Bei topischen Dermatika beeinflusst nicht nur der Wirkstoff den Krankheitsverlauf, sondern auch die Grundlagen. Deshalb muss der Arzt die Vehikel sorgfältig wählen, abhängig von Faktoren wie den allgemeinen Eigenschaften der Haut seines Patienten, Art und Dauer der Dermatose sowie dem Zustand der erkrankten Hautbereiche.

So dürfen fettreiche, verschließende (okkludierende) Grundlagen bei akuten, nässenden Hautzuständen wie einem Kontaktekzem mit Blasenbildung nicht eingesetzt werden. Denn darunter können sich Kammern bilden, die Infektionen begünstigen. Öl-Wasser-Emulsionen oder Hydrogele hingegen sind hier gut geeignet.

Dieses Beispiel zeigt, dass die Vehikel sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf eine Hautkrankheit haben können. Allein das spricht schon dafür, dass ein topisches Dermatikum nicht ohne medizinischen Grund gegen ein anderes ausgetauscht werden sollte. Denn selbst wenn dieses Mittel den gleichen Wirkstoff in identischer Dosis enthält, kann es sich in Art und Zusammensetzung der Grundlagen unterscheiden. Schon marginale Abweichungen können in diesem Fall zu erheblichen Problemen führen, die den Erfolg der Behandlung gefährden. Insbesondere Menschen mit chronischen Hautkrankheiten reagieren nicht selten auf bestimmte Hilfsstoffe allergisch.

Hinzu kommt noch, dass viele Haut-Patienten einen langen Leidensweg hinter sich haben, bis für ihren Fall das Lokaltherapeutikum gefunden wurde, das wirklich hilft. Dann ist es das beste, genau dabei zu bleiben und den Empfehlungen des behandelnden Arztes zu folgen.

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