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Topische Dermatika

Die Grundlagen topischer Dermatika und ihre Effekte

Bei den Lokaltherapeutika gibt es im Wesentlichen drei Grundlagen. Sie unterscheiden sich zum einen in ihrer Konsistenz (Streichfähigkeit), zum anderen in ihren lipophilen (fettliebenden) und hydrophilen (wasserliebenden) Eigenschaften. Die klassischen Vehikel sind:

  • Fettige (lipophile) Grundlagen
    Fettsalben und Öle haben eine rückfettende Wirkung. Diese Eigenschaft ist immer dann erwünscht, wenn die Haut sehr trocken ist und/oder sich schuppt. Auch zur Behandlung von stark verhornten Hautarealen bieten sich fettige Grundlagen an.
  • Flüssige (hydrophile) Grundlagen
    Lösungen verdunsten auf der Haut und wirken so kühlend, abschwellend, entzündungshemmend, austrocknend und lindern Juckreiz. Alkoholische Lösungen sind zudem desinfizierend. Flüssige Grundlagen lassen sich leicht verteilen. Außerdem verkleben sie nicht, was bei der Behandlung von behaarten Hautarealen ein Vorteil ist.
  • Feste Grundlagen
    Puder haben ebenfalls einen kühlenden und austrocknenden Effekt. Er entsteht, weil die darin enthaltenen winzigen Teilchen die Hautfeuchtigkeit aufnehmen und schneller verdunsten lassen.

Diese drei klassischen Grundlagen können miteinander kombiniert werden, so dass sich ihre Effekte vereinen. Welche Eigenschaften sich dann ergeben, hängt vom jeweiligen Anteil der flüssigen, fettigen und festen Bestandteile ab. Puderpartikel in Fett ergeben zum Beispiel eine Paste, die trocknet, kühlt, gut haftet und die Haut abdeckt. Viele topische Dermatika sind Emulsionen – enthalten also mindestens zwei Bestandteile (Phasen), die sich nicht ineinander auflösen.

Eine Creme ist zumeist eine Öl-Wasser-Emulsion. Da sie einen hohen Wasseranteil besitzt, fettet sie nur leicht, spendet aber Feuchtigkeit und kühlt so. Wasser-Öl-Emulsionen sind hingegen eher rückfettend.

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